Warum reicht eine Sichtprüfung von Wandhydranten nicht aus?
Wandhydranten werden im Alltag nur selten benutzt. Dadurch bleiben Einschränkungen der Löschwasserversorgung häufig unbemerkt. Erst die Druckprüfung zeigt, ob im Ernstfall ausreichend Wasser mit dem erforderlichen Druck zur Verfügung steht.
Die Druckprüfung simuliert den Ernstfall.
Die Druckprüfung erfolgt im Rahmen der Wartung nach DIN EN 671-3 sowie DIN 14462. Dabei werden unter anderem Ruhedruck, Fließdruck und Wassermenge geprüft, um die Einsatzbereitschaft des Wandhydranten nachzuweisen. Während der Druckprüfung wird Wasser aus dem Wandhydranten entnommen und unter realen Bedingungen geprüft. Dabei werden Ruhedruck, Fließdruck und die abgegebene Wassermenge gemessen. Erst unter Wasserentnahme zeigt sich, ob die Löschwasserversorgung die geforderten Werte erreicht.
| Wandhydrant | Mindestfließdruck | Ruhedruck |
|---|---|---|
| Typ F | 3 bar (max. 8 bar) | max. 12 bar |
| Typ S | 2 bar | max. 12 bar |
Der Ruhedruck wird ohne Wasserentnahme gemessen. Der Fließdruck zeigt dagegen, ob auch während der Wasserabgabe ausreichend Druck und Wassermenge zur Verfügung stehen.
Ein ausreichender Ruhedruck bedeutet nicht automatisch genügend Löschwasser.
Ein hoher Ruhedruck sagt zunächst nur aus, welcher Druck im Leitungssystem anliegt. Erst während der Wasserentnahme lässt sich beurteilen, ob die geforderte Wassermenge dauerhaft bereitgestellt werden kann. Deshalb werden bei jeder Wartung sowohl Ruhedruck als auch Fließdruck gemessen.
Viele Mängel werden erst während der Druckprüfung erkannt.
Viele Wandhydranten wirken äußerlich einwandfrei und werden über Jahre nicht benutzt. Einschränkungen der Löschwasserversorgung fallen deshalb häufig erst unter Wasserentnahme auf.
Viele Mängel werden erst während der Druckprüfung erkannt.
Viele Wandhydranten wirken äußerlich einwandfrei und werden über Jahre nicht benutzt. Einschränkungen der Löschwasserversorgung fallen deshalb häufig erst unter Wasserentnahme auf.
Typische Ursachen sind:
- teilweise geschlossene Absperrarmaturen
- verschmutzte Leitungen
- beschädigte Armaturen
- Druckverluste innerhalb der Löschwasseranlage
- Veränderungen an der Gebäudeinstallation
Die Druckprüfung dokumentiert die tatsächliche Leistungsfähigkeit.
Alle gemessenen Druck- und Durchflusswerte werden digital im Wartungsbericht dokumentiert. Werden Abweichungen festgestellt, bilden die Messergebnisse die Grundlage für die weitere Fehlersuche und die erforderlichen Instandsetzungsmaßnahmen.
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