Warum kleine Öffnungen große Brandschutzmängel verursachen können.
Nachträglich verlegte Kabel gehören zu den häufigsten Mängeln im baulichen Brandschutz. Oft reicht bereits eine kleine Öffnung in einer Brandschutzwand aus, um die Schutzwirkung eines gesamten Brandabschnitts zu beeinträchtigen.
Warum Kabeldurchführungen überhaupt abgeschottet werden müssen
Brandschutzwände und Brandschutzdecken sollen verhindern, dass sich Feuer und Rauch unkontrolliert von einem Bereich in den nächsten ausbreiten. Sobald Kabel, Leitungen oder Rohre durch diese Bauteile geführt werden, entstehen Öffnungen. Diese Öffnungen müssen mit zugelassenen Brandschutzsystemen verschlossen werden, damit die geforderte Feuerwiderstandsdauer erhalten bleibt.
Warum Kabeldurchführungen häufig mangelhaft sind.
In nahezu jedem Gebäude werden nach der Fertigstellung zusätzliche Kabel verlegt.
Typische Beispiele sind:
- Netzwerkkabel
- Datenleitungen
- Glasfaserleitungen
- Stromleitungen
- Steuerleitungen für Maschinen
- Leitungen für Sicherheits- und Gebäudetechnik
Dabei wird häufig eine vorhandene Abschottung geöffnet, um neue Leitungen einzuziehen. Anschließend wird die Abschottung nicht oder nicht fachgerecht wieder verschlossen.
Warum diese Mängel oft jahrelang unbemerkt bleiben.
Die Öffnungen befinden sich häufig:
- über abgehängten Decken
- in Technikräumen
- in Kabeltrassen
- in Schächten
- hinter Verkleidungen
Dadurch fallen Veränderungen oft erst bei einer Brandschutzbegehung oder einem Umbau auf. Von außen wirkt die Wand häufig unverändert, obwohl die Abschottung ihre Funktion nicht mehr erfüllt.
Typische Feststellungen bei Brandschutzbegehungen.
| Feststellung | Häufig benötigte Kennzeichnung |
|---|---|
| Offene Kabeldurchführungen | Nachträgliche Leitungsverlegung |
| Beschädigte Abschottung | Kabel nachgezogen |
| Fehlende Abschottung | Umbau oder Erweiterung |
| Nicht zugelassene Materialien | Eigenständige Reparaturen |
| Fehlende Kennzeichnung | Dokumentation nicht aktualisiert |
| Fehlender Nachweis | Unterlagen nicht vorhanden |
Gerade bei Brandschutztüren stellen wir häufig fest, dass notwendige Kennzeichnungen fehlen oder nur auf einer Seite vorhanden sind. Auch bei Wandhydranten fehlen häufig aktuelle Bedienungsanleitungen oder diese entsprechen nicht mehr dem eingebauten System.
Warum die Dokumentation so wichtig ist.
Bei Brandschutzabschottungen reicht die reine Ausführung nicht aus. Für jede Abschottung müssen die verwendeten Systeme, die Zulassung und die Ausführung nachvollziehbar dokumentiert werden. Bei vielen Gebäuden stellen wir fest, dass die Abschottung zwar vorhanden ist, die zugehörige Dokumentation jedoch fehlt. Dadurch kann häufig nicht mehr nachvollzogen werden, ob die Ausführung den Anforderungen entspricht.
So unterstützen wir Unternehmen.
Im Rahmen von Brandschutzbegehungen prüfen wir vorhandene Kabeldurchführungen, Abschottungen und die zugehörige Dokumentation.
Alle Feststellungen werden digital dokumentiert und nachvollziehbar festgehalten.
Werden Mängel festgestellt, erstellen wir automatisch ein Angebot zur Instandsetzung. Dadurch können offene Durchführungen, beschädigte Abschottungen oder fehlende Kennzeichnungen ohne zusätzlichen Abstimmungsaufwand bewertet und beseitigt werden.
Da jede Abschottung individuell bewertet werden muss, erfolgt vor der Angebotserstellung grundsätzlich eine Begehung vor Ort. Nur so können Aufwand, Materialbedarf und die tatsächlichen Gegebenheiten zuverlässig erfasst werden.
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