Worin unterscheiden sich Wandhydranten Typ S und Typ F?
Wandhydranten werden je nach Einsatzbereich als Typ S oder Typ F ausgeführt. Beide Systeme dienen der Brandbekämpfung, unterscheiden sich jedoch hinsichtlich ihrer Nutzung, der Löschwassermenge und der technischen Anforderungen. Deshalb ist es wichtig zu wissen, welcher Wandhydrant im Gebäude installiert ist.
Typ S und Typ F verfolgen unterschiedliche Einsatzzwecke.
Der Buchstabe S steht für Selbsthilfe. Diese Wandhydranten sind für die erste Brandbekämpfung durch eingewiesene Personen vorgesehen.
Der Buchstabe F steht für Feuerwehr. Wandhydranten dieses Typs können sowohl von eingewiesenen Personen zur Selbsthilfe als auch von der Feuerwehr eingesetzt werden. Dafür stellen sie höhere Anforderungen an die Löschwasserversorgung.
Ein häufiger Mangel: Mischbeschilderung.
Viele Gebäude wurden über Jahre erweitert, modernisiert oder abschnittsweise umgebaut. Dabei entstehen häufig unterschiedliche Generationen von Schildern und Kennzeichnungen innerhalb eines Gebäudes. Ein Teil der Beschilderung wurde bereits auf aktuelle Sicherheitszeichen umgestellt, während in anderen Bereichen noch ältere Darstellungen verwendet werden. Dadurch entsteht kein einheitliches Erscheinungsbild für Mitarbeiter, Besucher und Fremdfirmen. Gerade in größeren Gebäuden oder an mehreren Standorten sollte die Kennzeichnung deshalb regelmäßig überprüft und vereinheitlicht werden.
Typ S und Typ F unterscheiden sich technisch.
| Merkmal | Typ S | Typ F |
|---|---|---|
| Nutzung | Selbsthilfe | Selbsthilfe und Feuerwehr |
| Schlauch | Formstabiler Schlauch | Formstabiler Schlauch |
| Mindestfließdruck | 2 bar | 3 bar |
| Maximaler Fließdruck | – | 8 bar |
| Mindestwassermenge | 24 l/min | 100 l/min |
Typ F stellt höhere Anforderungen an die Löschwasserversorgung.
Damit ein Wandhydrant Typ F die erforderliche Löschleistung erreicht, muss die Löschwasseranlage einen Mindestfließdruck von 3 bar sowie eine Wassermenge von mindestens 100 Litern pro Minute bereitstellen. Zusätzlich darf der Fließdruck 8 bar nicht überschreiten, damit der Wandhydrant sicher bedient werden kann. Typ S benötigt dagegen lediglich einen Mindestfließdruck von 2 bar und eine Wassermenge von mindestens 24 Litern pro Minute.
Der Wandhydrantentyp sollte bei Umbauten berücksichtigt werden.
Ändert sich die Nutzung eines Gebäudes, können sich auch die Anforderungen an die Löschwasserversorgung ändern. Deshalb sollte bei Umbauten oder Nutzungsänderungen geprüft werden, ob der vorhandene Wandhydrantentyp weiterhin den Anforderungen entspricht.
Druckprüfung bestätigt die erforderlichen Werte.
Im Rahmen der Wartung nach DIN EN 671-3 und DIN 14462 werden Fließdruck, Ruhedruck und Wassermenge gemessen. Erst diese Prüfung zeigt, ob der Wandhydrant die für Typ S oder Typ F geforderten Werte erreicht.
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