Kupplung

Löschwassertechnik

Wandhydranten

Prüfung eines Wandhydranten

Damit im Brandfall schnell eine gewährleistete Löschwasserentnahme erfolgen kann, werden in Gebäuden Wandhydranten installiert. Diese Hydranten sollen dazu dienen, Brände, die sich in der Entstehungsphase befinden, schnell zu löschen. Diese Wandhydranten befinden sich meistens in kleinen „Schränken“ oder „Nischen“, die teilweise mit einer Plombe versehen werden.

Die Hydranten werden durch eine Leitung mit Löschwasser versorgt, die das Wasser mit Druck herauspresst. Der Druckschlauch wird auf die örtliche Gegebenheit angepasst, sodass auch der entfernteste Bereich, beispielsweise eines Stockwerks, erreicht werden kann.

Wandhydrant Typ S

Der sogenannte Selbsthilfewandhydrant ist für die Menschen in den Gebäuden gedacht, der die erste Brandbekämpfung ermöglichen soll. Durch bestehende Verordnungen und die aktuellen Brandschutzkonzepte sind die Hydranten des Typs F klar definiert, dadurch findet man die Selbsthilfewandhydranten inzwischen eher seltener.

Wandhydrant Typ F

Dieser Hydrant, oder auch Kombinationswandhydrant genannt, ist im Notfall eine Brandschutzmaßnahme für Löschwasser für die Helfer/-innen am Brandort und kann auch für eine weitere Wasserleitung für die Feuerwehr dienen. Oftmals wird der Typ F der Hydranten in Gebäuden verbaut, die über ein Brandschutzkonzept verfügen.

Steigleitungen

Eine Steigleitung ist eine dem zuleitenden Transport von Wasser, Gas oder elektrischem Strom in oder an Bauwerken dienende brandschutztechnische oder versorgungstechnische Rohrleitung bzw. elektrische Leitung – in Gebäuden zumeist vom (oft im Hausanschlussraum liegenden) jeweiligen Hausanschluss ausgehend und die jeweilige Hauptleitung vertikal in die verschiedenen Geschosse fortführend.

Steigleitung, trocken

Trockenleitungen dienen ausschließlich zur Nutzung durch die Feuerwehr und sind für Laien unbrauchbar. Nach DIN 14462 besteht eine trockene Steigleitung aus einer Löschwassereinspeisung, die sich üblicherweise frei zugänglich im Eingangsbereich befindet. Des Weiteren ist meistens pro Etage mindestens eine Entnahmearmatur anzuordnen. Am Ende eines jeden Steigstranges ist ein Be- und Entlüfter zu setzen, um Druckstöße zu vermeiden. Die Dimensionierung der Steigleitung wird gemäß DIN 14462 in DN 80 ausgeführt. Andere Dimensionierungen können dann gewählt werden, wenn rechnerisch die nach DIN geforderten Drücke und Wassermengen erreicht werden.

Steigleitung, trocken-nass

Diese Ausführung dient zur Erstbrandbekämpfung durch den Laien mittels Wandhydranten. Hier wird das Löschwasser erst über einen elektrischen Kontakt, der an einem Wandhydrantenschrank ausgelöst wird, in die Leitung geflutet. Das benötigte Löschwasser steht bis zu diesem Zeitpunkt an einer Füll- und Entleerungsstation an, die über Membrane geöffnet wird. Die Befüllung muss nach DIN 14462 innerhalb von 60 Sekunden erfolgen, was die Installation in großen Bauvorhaben sehr schwierig machen kann. Dieser Typ der Steigleitung kommt immer dort zum Einsatz, wo Frostgefahr herrscht und daher eine ständig unter Wasser stehende Leitung nicht möglich ist. Eine Dimensionierung ist nicht fest vorgegeben und muss individuell berechnet werden, um Wassermengen und -drücke zu garantieren.

Für eine Leitung nach S-Standard (Selbsthilfe) wird gefordert, dass mindestens 48 Liter pro Minute geliefert werden. Für eine Leitung nach F-Standard (für die Feuerwehr) sind dagegen 380 Liter pro Minute notwendig.

Steigleitung, nass

Diese Ausführung dient ebenfalls zur Brandbekämpfung durch den Laien mittels Wandhydranten. Der Unterschied ist hier jedoch, dass die Leitung dauerhaft mit Wasser befüllt ist. In Deutschland erfolgt die Trennung zwischen Trink- und Löschwasser gemäß der DIN 1988-6 mittels eines offenen Vorlagebehälters, da stagnierendes Wasser auf Dauer verkeimt und bei Druckabfall das verkeimte Wasser zurücklaufen und dann die Trinkwasserleitung verkeimen kann. Um die notwendigen Drücke an den Wandhydranten zu erreichen, muss zusätzlich eine Feuerlöschpumpe eingebaut werden.

Über- und Unterflurhydranten

Damit im Ernstfall schnell und einfach eine sichere Wasserzufuhr zur Verfügung steht, gibt es Über- und Unterflurhydranten. Hydranten sind Wasserentnahmestellen, sogenannte Notentnahmestellen, die an das öffentliche Wasserleitungsnetz angeschlossen sind und damit im Notfall der Feuerwehr als Wasserquelle zur Brandbekämpfung dienen.

Überflurhydrant

Die Überflurhydranten sind oberirdisch, ca. einen Meter über dem Gelände,  fest installierte Wasserentnahmestellen, die für jeden gut sichtbar sind. Die meistens roten Hydranten stehen in der Nähe von Gebäuden und verfügen über mehrere genormte Wasseranschlüsse.
Zu den Überflurhydranten gehören auch die Hydranten mit Fallmantel. Die Fallmäntel dienen zum Schutz gegen eine Verschmutzung bzw. Beschädigung. Beim Öffnen des Hydranten rutscht der Fallmantel herab und die gibt die Anschlüsse frei.

Unterflurhydrant

Im Gegenzug zu den Überflurhydranten kann man Unterflurhydranten schwieriger erkennen. Sie befinden sich im Boden. Verdeckt und geschützt werden sie von einer Hydrantenkappe. Sobald die Kappe den Hydranten freigegeben hat, wird ein Standrohr angeschlossen, mit dem die Wasserversorgung sichergestellt werden kann.
Da sich die Unterflurhydranten ebenerdig auf der Straße oder dem Fußgängerweg befinden, besteht die Gefahr, dass sie ggf. im Ernstfall mit parkenden Autos o. ä. zugestellt werden und die Erreichung in einem solchen Fall erschwert wird bzw. nicht möglich ist.

Kupplung Feuerwehr

Instandhaltung

alle 12 Monate

Angebot

Fordern Sie kostenlos und unverbindlich Ihr individuelles Angebot an. Nutzen Sie dafür unseren komfortablen Assistenten, der mit wenigen Klicks Ihr persönliches Angebot generiert!